Mittwoch, 23 Oktober 2013 19:03

FBSD-Vorstand im Amt bestätigt

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e. V.

Kompetent.  Stark.  Guad.  Mit über 3.300 Mitgliedern.

                                     

Pressemitteilung, München 21. Oktober 2013

 

FBSD-Vorstand im Amt bestätigt

Politik und Vereinsreform im Visier

 

Bei der Hauptversammlung des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte e.V. (FBSD) wurden der 1. Vorsitzende, Horst Münzinger (52) aus München und sein Stellvertreter, Sigi Bradl (55) aus Altomünster für weitere drei Jahre in Ihren Ämtern bestätigt. Beide hatten erstmals 2010 für den Vorstand kandidiert und als Vereinslenker das Finanzkonzept, die Mitgliederverwaltung und den Internetauftritt des 1989 gegründeten Sprachvereins erneuert. Zudem wurde das als Rundbrief bekannte Mitgliedermagazin inhaltlich und optisch überarbeitet und modernisiert. „Der Aufwand hat sich gelohnt.“ so Münzinger, „denn die Kassenlage ist nun vorbildlich, der Bekanntheitsgrad des FBSD hoch und die Einladungen sowie die Anfragen von Lehrern, Studenten, Firmen und Sprachinteressierten an den Verein recht zahlreich“. Die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen wurde intensiviert und rund 500 neue Mitglieder aller Altersklassen dazu gewonnen.

 

Sprachschutz braucht Verfassungsrang

Der wiedergewählte Vorstand will sich nun verstärkt der politischen Arbeit zuwenden und hat deshalb bereits Forderungen für eine Förderung der süddeutschen Hochsprache und der Mundarten formuliert. So soll in Kindergärten und Schulen regelmäßig die Mundartkompetenz ermittelt und der Befund veröffentlicht werden. Auch die Erweiterung zu einem Kulturzustandsbericht Bayern analog Sozialbericht oder Waldschadensbericht hält Münzinger für sinnvoll. Zudem soll die Förderung und der Schutz der bairischen Sprache und der Mundarten als wichtiges Kulturgut in die Bayerische Verfassung aufgenommen werden.

 

 

 

Weiter soll die Bayerische Staatsregierung darauf hinwirken, dass die bairische Sprache unter den Schutz der Charta der Europäischen Regional- und Minderheitensprachen des Europarats gestellt wird und die süddeutsche Sprachvarietät als Standard bei allen öffentlichen ministeriellen Auftritten und Belangen in Bayern verpflichtend vorgegeben wird.

 

Reform der Vereinsorganisation

Neben der politischen Arbeit sieht Münzinger die Entwicklung einer neuen Form der Vereinsorganisation und der Arbeitsteilung als zwingend an. So soll die Mitarbeit nicht nur mittels eines dauerhaften Ehrenamts, sondern auch durch befristete Mitarbeit etwa bei Strategiethemen und bei der Öffentlichkeitsarbeit ermöglicht werden. „Dann muss sich niemand dauerhaft gebunden fühlen und kann sich sozusagen als freier Mitarbeiter neben Arbeitsalltag und Familie kulturpolitisch engagieren“, hofft Münzinger.

 

 

Weitere Informationen über Vereinszweck und zu Veranstaltungstermine sind unter www.fbsd.de  abrufbar. 

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Montag, 21 Oktober 2013
  • Quelle: FBSD
  • Autor: FBSD
Gelesen 2194 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 23 Oktober 2013 19:14